Dienstag, 13. November 2012

Labneh - Frischkäse selbstgemacht

Ein weiteres Rezept, wenn man es denn Rezept nennen kann, auf meiner Liste stammt ebenfalls wieder aus dem Kuriositätenladen: Labneh. Man benötigt gerademal 2 Zutaten und etwas Zeit und erhält den leckersten, cremigsten Frischkäse, den ich je in meinem Leben gegessen habe.

Zutaten für etwa 400g Frischkäse:
500g türkischer oder griechischer Joghurt (10% Fett, zB Süzme)
1/2 TL Salz

Joghurt und Salz gründlich verrühren.
Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und Joghurt darin 1-2 Tage im Kühlschrank abtropfen lassen.
Eventuell hin und wieder etwas ausdrücken.
Den fertigen Frischkäse kann man nun pur genießen, oder mit Pfeffer, Kräutern, Nüssen oder was einem sonst noch so einfällt, verfeinern.
Um aus dem Käse hübsche Rollen zu formen, vorher die Hände leicht einölen, damit es nicht so klebt :)


Statt eines Mulltuchs, habe ich ein dünnes Küchentuch genommen und dies vorher mit heißem Wasser durchgespühlt, damit es nicht nach Waschmittel schmeckt ^^
Das Tuch habe ich etwas zugedreht und mit einer kleinen Schale beschwert, damit es schneller/besser abtropft.


Nach 1,5 Tagen war das Volumen deutlich geringer und die Masse hatte nun die Konsistenz von cremigem Frischkäse


Eine Hälfte habe ich mit frischem Thymian und getrocknetem Oregano (aus Sizilien - danke nochmal liebe Steffi) gemischt
Die andere Hälfte habe ich pur gelassen.


Am Rundformen muss ich noch etwas üben ^^
Aber dem Geschmackt hat die Form keinen Abbruch getan!
Das war ganz sicher nicht das letzte Mal, dass ich Frischkäse selbstgemacht habe!!!

Montag, 12. November 2012

Macadamia Nuss-Schoko Butter

Hier das zweite Rezept aus dem Kuriositätenladen: Macadamia Nuss-Schoko-Butter. Super einfach gemacht und so unglaublich lecker. Und das allerbeste: Keine ellenlange Zutatenliste, von denen man (selbst als Chemikerin) einiges kaum aussprechen kann. Ich bin definitiv ein Freund von kurzen Zutatenlisten, ohne chemische Zusatzstoffe :)

Zutaten für ein Gläschen:
200g Macadamia Nüsse (ungeröstet, ungesalzen - zb aus der Bioabteilung oder aus dem Bioladen)
20g Kakaopulver (zB von Valrhona)
30-40g Puderzucker

Macadamia im Zerkleinerer 3-5min pürieren, bzw bis sie eine cremige Konsistenz haben. Dabei ggf immer mal wieder die Nüsse vom Rand schaben.
Kakao und Puderzucker kurz mitmixen, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Im Kühlschrank einige Tage haltbar.
Frisch ist die Butter sehr weich, aber aus dem Kühschrank hat sie etwa Nutella-Festigkeit.


Ich habe nicht so lange püriert... deshalb ist die Masse recht fest und krümmelig


Sehr schokoladig und superlecker!
Da kann Nutella echt einpacken ^^

Sonntag, 11. November 2012

Chai Sirup

Ich bin ein großer Freund von selbstgemachten Geschenken. Da ich aber weder besonders guten Nähen, Stricken noch Basteln kann, kommen meine Geschenke meist direkt aus der Küche :)

Meine Eltern waren ja zum Frühstück zu Besuch und meine Mama liebt Chai-Latte, macht ihn sich aber nie selbst. Also habe ich gedacht, ich mache es ihr einfacher: Einfach Milch erwärmen, Chai Sirup unterrühren, evtl mit Honig verfeinern und fertig :)

Über dieses tolle Rezept bin ich bei Behyflora gestolpert.

Zutaten für ca. 600mL Sirup:
15-20 Beutel Chai Tee (ich habe den Bio Sweet Chai aus dem Rossmann genommen)
2 Zimtstangen
8 Nelken
2 Kapseln Kardamom
1 Sternanis (nicht im Original enthalten)
1,2L Wasser
400-500g Zucker

Wasser aufkochen und Tee und Gewürze ca 45min ziehen lassen. Ich habe die Gewürze in einen Teefilter gesteckt und zugeknotet, so kann man sie leichter entfernen.
300g Zucker in einem Topf schmelzen und evtl etwas karamellisieren lassen. Nicht vergessen zu rühren, damit der Zucker nicht verbrennt.
Tee-Beutel und Gewürze entfernen und den noch warmen Tee langsam auf den geschmolzenen Zucker gießen.
Da der Zucker heißer ist, zischt es dabei und der Zucker wird zu einer festen Karamellschicht. Aber keine Sorge, die schmilzt auch wieder, sobald der Tee heiß genug geworden ist.
Nun den restlichen Zucker unterrühren und lange köcheln lassen.
Die Flüssigkeitsmenge sollte sich halbiert haben.

Den Sirup noch heiß in Fläschchen füllen und verschließen.
Im Kühlschrank sollte er sich bis zu 2 Monate halten.



Naja wie Teebeutel in einer Kanne aussehen, kann sich jeder denken ^^
Hier nun meine kleine Herausforderung... Zucker schmelzen und ihn dabei nicht verbrennen lassen.




Durch das häufige Rühren, haben sich unglaublich schöne Klumpen gebildet... aber das macht nix... die schmelzen auch irgenwann.
Als ich nun also die schöne Karamellschicht hatte, musste alles etwas flott gehen, da war leider keine Zeit mehr für Fotos... Und ja es zischt ordentlich, wenn man den warmen Tee auf den heißen Zucker gießt. Aber nach und nach löst sich der Zucker und alles köchelt brav ein.


So sieht der fertige Sirup aus :) Er ist ziemlich süß, aber soooo lecker!!!
Für meinen Geschmack könnte er noch würziger sein. Ich glaub ich experimentier da nochmal ein bisschen mit rum ^^
Bitte ignoriert die nicht ganz so hübschen Häuser im Hintergrund.

Samstag, 10. November 2012

Vanille - Kokos Dulche de Leche

Dies ist ein Rezept, welches schon ziemlich lange auf meiner Nachmach-Liste steht. Gefunden habe ich es bei Cooketteria, von der noch so einiges auf eben selbiger Liste steht ^^ Aber der Reihe nach...

Die meisten Rezepte, die ich zum Thema Dulce de Leche gefunden habe, besagten dass man einfach eine Dose Milchmädchen ca 3h kocht und, falls die Dose dabei nicht explodiert, der Zucker karamelisiert und man eine hellbraune, süße Creme erhält.

Bei dem Rezept von Cooketteria kann man allerdings noch selbst etwas hinzufügen und die Gefahr des Explodierens ist geringer - dafür erhöht sich die Gefahr des Anbrennens. Also immer fleißig rühren ^^

Zutaten für ca 500g:
750mL Milch
250mL Kokosmilch
eine große Prise Salz
1 Vanilleschote, ausgekratzt
400g Zucker
1TL Natron
2 EL Kokosraspeln (nicht im Originalrezept enthalten)

Alle Zutaten in einem Topf aufkochen und dann auf niedrigster Stufe ca 2h köcheln lassen, bzw bis die Masse hellbräunlich wird.
Das oben erwähnte Rühren nicht vergessen, es brennt sonst schnell an.


Ich habe die ausgekratzte Vanilleschote noch ein Weilchen mitkochen lassen.
Allerdings haben die 2,5h köcheln lassen wohl nicht ausgereicht *schnüff* Ich habe brav gewartet, bis es bräunlich wurde und habe es dann noch etwas köcheln lassen... aber es wollte und wollte einfach nicht fest werden. Also dachte ich, vielleicht wirds ja fest, wenn ichs abkühlen lass... gesagt - getan. Aber auch frisch aus dem Kühlschrank ist es eher wie eine Sauce. Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich es noch länger kochen lassen müssen?




Aufs Bröt kann man es leider nicht essen. Mama hat vorgeschlagen es mit Joghurt oder auf Müsli zu genießen, denn lecker ist die flüssige Creme auf jeden Fall!
Ich hatte aber noch eine andere Idee, um diese "Sauce" zu verwenden... Aber dazu später mehr ^^

Freitag, 9. November 2012

Blogprojekt - Bites #20: Kichererbsen mit Chili, Knoblauch und Thymian

Passend zum Red-Fish gab es noch die empfohlenen Kichererbsen. Ich liebe Kichererbsen - in jeder Form. Und das Rezept klang einfach. Also alles Gründe mich sofort ans Werk zu machen :)

Zutaten für 8 hungrige Menschen (habs etwa gedrittelt):
450g getrocknete Kichererbsen
2 EL Mehl
2 EL Salz
2 TL Backpulver
1 Zwiebel, halbiert
ca 6 Zweige Thymian
65mL Olivenöl
Salz
1 rote Pepperoni/Chili
1 Zwiebel
2 große Knoblauchzehen
4-5 Thymianzweige, Blättchen davon
65mL Olivenöl+etwas extra

Kichererbsen in Wasser einlegen.
Aus Mehl und Backpulver mit etwas Wasser eine Paste mischen und in das Kichererbsenwasser rühren. (warum erfährt man nicht)
24h stehen lassen.
Gut abspülen.
In einem Topf mit genügen Wasser die Kichererbsen mit der halbierten Zwiebel und den 6 Zweigen Thymian ca 1,5h mit Deckel kochen.
500mL vom Kichererbsen-Kochwasser beiseite stellen.
Kichererbsen abgießen.
Zwiebel und Thymian entfernen.
Chili entkernen und grob hacken.
Zwiebel schälen und grob würfeln.
Knoblauchzehe schälen.
Chili, Zwiebel, Knoblauch und Thymian in einen Häcksler (Blender) geben und zu einer Paste pürieren.
Paste in Öl mit ein bisschen Salz anbraten (5-10min).
Kichererbsen unterrühren.
Hälfte vom Kichererbsenkochwasser unterrühren und köcheln bis die Kichererbsen heiß und weich sind.
Falls das Wasser verdampft ist bevor die Kichererbsen weich sind, einfach mehr vom aufbewahrten Kochwasser zugeben.
Sobald die Kichererbsen weich sind mit extra virgine Olivenöl beträufeln, etwas salzen und warm servieren.


Kichererbsen mit Thymian


Da ich so eine Minimenge nicht im Mixer pürieren kann, habe ich Knoblauch, Salz und Thymian im Mörser zu einer groben Paste verrieben.


So gut wie fertig


Sooooo lecker!!! Hätte ich noch ne Portion von verputzen können ^^



Donnerstag, 8. November 2012

Blogprojekt - Bites #19: Redfish with anchovies and thyme

Tadaaaa und die nächste Herausforderung... Sardellen. Ich mag den fischig-salzigen Geschmack eigentlich nicht besonders und habe bisher immer einen großen Bogen um diese kleinen Fische gemacht. Aber man sollte allem ja eine zweite Chance geben, oder?!
Außerdem schreibt Nigella aufmunternderweise "Erzählen Sie niemandem, dass Sardellen in der Sauce sind. Man schmeckt nichts fischiges, nur eine würzige Sauce!" Also gut *Ärmel hochkrämpel* Dann mal rann an die Bu... äh Sardellen!

Zutaten für 8 hungrige Leute (ich habs geviertelt):
2-4 EL Olivenöl
ein bisschen Öl von den Sardellen
12 Filets vom Rotfisch (zb Red Snapper, Seebrasse, Barsch,... oder ein Stück Lachs)
1 Knoblauchzehe, gehackt
2 Sardellenfilets
einige Thymianzweige, nur die Blättchen
2 EL Sherry
1 gehäuften EL Butter

Fisch in der Hälfte vom Olivenöl braten.
Auf einem Teller warm halten, bzw beiseite stellen.
Rest Olivenöl und Sardellenöl erhitzen und Knoblauch und Sardellen drin anbraten.
Der Knoblauch sollte weich werden und die Sardellen nahezu schmelzen.
Großteil der Thymian-Blätter unterrühren.
Sherry zugeben und 1-2min köcheln lassen.
Vom Herd nehmen.
Mit einem Schneebesen die Butter untermixen.
Sauce auf dem Fisch verteilen.
Die Sauce ist nur als Würze gedacht, nicht als Sauce an sich.


Da ich nur eine Kleinstmenge zubereitet habe, habe ich mich für Sardellenpaste entschieden, statt für das Gläschen mit den Sardellenfilet.


Hier die Paste. Gibts zB im Rewe für 99ct in der Kühltheke


und so lecker sahs dann am Ende aus :)
Und das Beste? Es schmeckte noch besser als es aussah!
Nigella hatte wirklich recht, man schmeckt keine Sardellen raus.
Das werde ich sicherlich nochmal machen!!!

Bento #151

Es gibt eindeutig zu wenig Bentos hier! Anfangs bestand der Blog hauptsächlich aus Bentos und nun sind sie Mangelware. Ich bemüh mich, das wieder ein bisschen zu ändern. Aber ganz so einfach ists nicht.

Dafür gibts heute ein richtig richtig leckeres Bento!!!


links: Kichererbsen mit Thymian und Lachs mit Sardellen (Rezepte folgen)
rechts: Salat aus Gurke, Tomate und Weizen mit Honig-Senf-Dressing
 
 
Für das Honig-Senfdressing einfach:
2EL flüssigen Honig
1-2 TL Senf
1 TL Essig (ich habe Rotweinessig genommen)
etwas Salz und Pfeffer
mischen und unter den Salat rühren.